US-Westküste – Autos, Hunde, Los Angeles

Ja, was soll ich sagen. Man hat im Vorfeld viel über Los Angeles – L.A. – gehört, gelesen und gesehen und meiner Meinung nach, trifft alles zu und noch viel mehr. Aber der Reihe nach…

Nach der wunderschönen Fahrt auf dem Highway #1 sind wir am Sonntagmittag in Santa Monica, was zum Großraum L.A. gehört, eingetroffen und haben unser Hotel bezogen. In L.A. zeigte sich überaus deutlich: Amerikaner lieben ihr Auto und bewegen sich nur damit fort. Gut es sind teilweise auch weite Strecken, die zurückgelegt werden müssen, denn der Großraum L.A. erstreckt sich über 100mi vom Meer aus nach Westen. Dennoch hat mir der kurze Einblick in das tägliche Rush-Hour-Leben bei der Ankunft gereicht, um zu sagen: „Das Auto so wenig wie möglich benutzen“. Es war das Memorial Day Weekend und so zog es mehrere zehntausend Menschen an die Strände von Santa Monica und natürlich mit Auto und Hund, aber dazu später mehr. So sind auch wir – ohne Hund – am Sonntagnachmittag noch zum Strand gegangen und haben uns das Verkehrchaos als Füßgänger angeschaut – mindestens 1h Wartezeit um auf dem Parkplatz zu kommen. Die Strände sind wirklich sehr breit und widererwartend sehr sauber und so haben wir unsere Füße beim Sparziergang im, für unsere Verhätlnisse, kalten Pazifik gebadet (17°C). Der Rest war aber mit vollem Körpereinsatz dabei und so entstand wohl auch unser Glaube, dass es in L.A. immer schön warm sei – dabei scheint „nur“ die Sonne und gebadet wird auch bei diesen kalten Temperaturen. Der positive Nebeneffekt des Memorial Day Weekends: Die Straßen in die City waren für L.A.-Verhältnisse wie ausgestorben und so haben wir uns am Montagvormittag (Feiertag) zu einer Fahrt – ohne Stau –  zum Hollywood Boulevard (Walk of Fame) und Beverly Hills aufgemacht. Der schmucke Stadtteil Beverly Hills mit seinen Villen (auch von Stars und Sternchen) und palmengesäumten breiten Straßen ist wirklich nett anzusehen, ganz im Gegenteil dazu der Hollywood Boulevard, von dem ich mir irgendwie mehr erhofft hatte, aber im TV sieht man halt doch nur einen kleinen Ausschnitt und so konzentrierte sich hier der ansehnliche und amüsierende Teil rund um das Kodak Theater und Chinese Theater.

Zurück im Hotel – mit nur einem kleinem Stau – das selbe Bild vom Vortag. Menschenmassen am Strand und parkplatzsuchende Automassen. Wir sind diesmal entlang der Promenade vom Santa Monica Pier über den Santa Monica Muscle Beach nach Venice Beach gelaufen und was wir dort angetroffen haben, haben wir nicht erwartet oder mit den Worten eines Passanten gesagt: „This is where the FREAKSHOW starts!“ Wir wissen nicht, ob es dort immer so zu geht oder es am Feiertag lag, aber in Worte kann man das nicht fassen. Skater, Fahrradfahrer, Musiker, Straßenmusiker, sog. Künstler, Kreative, Gewerbetreibende, Selbstdarsteller, Freaks, Schönheitswahnsinnige/-operierte, Bodybuilder und das Ganze überwacht vom L.A.P.D. auf Pferden, Quads, Fahrrädern, zu Fuß. Und Hunde natürlich, die entweder getragen, im Kinderwagen geschoben, im Fahrradkorb gefahren wurden oder aus einem der vier offenen Autofenster geguckt haben. Einfach nur geil…bzw. L.A. 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In diesem Sinne sind wir nach Palm Springs ins Warme „geflüchtet“, eben weil es in L.A. zwar sonnig ist, aber uns dennoch zu kalt!