US-Westküste – San Francisco

Wir haben 2 1/2 sehr schöne Tage hier in San Francisco verbracht und alle Touristenattraktionen zu Fuß, auf dem Fahrrad oder mit dem Schiff abgeklappert, die so angepriesen wurden. Die Stadt ist wunderschön und lädt an jeder Ecke zum Verweilen ein. Trotz strahlend blauem Himmel und Sonne ist es ziemlich kalt hier: 17°C. Das liegt am teils eisigem Wind. Dick einpacken hieß es also.

Am Dienstag haben wir erstmal den berühmten Pier 39 – Fisherman’s Wharf – erkundet und den Seelöwen „Hallo“ gesagt, denn seit 1989, nach dem Erdbeben, haben einige Seelöwen beschlossen, in der Bucht zu bleiben. 😉

Abends gings durch Chinatown (wo wir übrigens wohnen, gute Lage und der einzige Preis, den wir uns hier leisten konnten/wollten – $25 pro Tag fürs Parken ist keine Seltenheit! NYC ist billig gegen SF) zum Union Square – Sightseeing und Leute anschauen.

Und damit wir auch wirklich alles gemacht haben, was man hier so macht, haben wir uns am Mittwoch Bikes ausgeliehen – ja und wir wussten vorher, dass hier um jeder Ecke ein steiler Hügel lauern kann. Die meisten bieten solch eine Radtour über die Golden Gate Bridge an, wir aber wollten damit lieber ein bisschen Sightseeing machen und so sind wir 25km quer durch die Stadt gefahren. Zunächst am Meer entlang bis zur Golden Gate Bridge, dann zum und durch den Golden Gate Park ,zu den Painted Ladies am Alamo Square (da werden Full House Erinnerungen wach), der City Hall und schließlich die Lombard Street, einer der steilsten Straßen der Welt. Hier klicken für unsere gefahrene Route. Völlig erschöpft mussten wir uns dann erstmal mit einem sehr guten Burger bei „In-N-Out Burger“ stärken.

Heute früh sind wir dann rüber zur Insel Alcatraz geschippert. Das einstige Hochsicherheitsgefängnis war schon beeindruckend und beängstigend zugleich. Eine toll durchdachte Audio Tour (Gefangene und Gefängniswärter erzählen) hat uns von Zelle zu Zelle und durch die verschiedenen Räumlichkeiten geführt. Lebend ist wohl niemand von der Insel gekommen, obwohl es fünf Leute geschafft haben aus dem Gefängnis auszubrechen, denn Sie wurden niemals wieder gesichtet.

Zum Abschluss sind wir dann natürlich heute auch nochmal mit der berühmten Cable Car gefahren (wofür man btw ganz schön anstehen muss) und haben leckeren American Käsekuchen in der Cheesecake Factory gegessen.

Leider mussten wir in San Francisco auch ziemlich viel Zeit in die Planung der verbleibenden Tage stecken. Der Feiertag am Montag „Memorial Day“, irgendein blödes Baseball-Tournier auf unserem geplanten Etappenziel Morro Bay (und 100km im Umkreis) hat alle Hotel- bw. Motelpreise in die Höhe steigen lassen. Auch das bis zu unserer Abreise schlecht vorausgesagte Wetter (kalt!!!) für Monterey, L.A. und San Diego haben uns eine Weile zum Recherchieren gezwungen. Statt der letzten geplanten Tage am Strand werden wir vermutlich noch einmal ins Landesinnere nach Palm Springs fahren (dort sind 43°C vorhergesagt) und uns zwei Tage am Pool gönnen (wohlbemerkt ist dort in dieser Woche dank des Feiertags auch alles 3-4x so teuer). Sunshine State ja, aber warum ist es denn so wahnsinnig kalt hier? Es ist doch Ende Mai!!! Morgen gehts erstmal ins Outlet Center südlich von San Francisco, bevor wir dann am Samstag von Monterey über Carmel, Morro Bay, Santa Barbara bis nach Ventura fahren – die absurden Hotelpreise zwingen uns leider zu diesem Mammut-Trip. Dennoch haben wir San Francisco genossen.