Thailand – Koh Phangan & Koh Samui

Am Samstag gings von Chiang Mai mit dem Flieger nach Koh Samui, um von dort aus mit dem Boot auf die etwa 15km entfernte, noch nicht so stark erschlossene Insel Koh Phangan zu gelangen. Da wir auf die normale Fähre über zwei Stunden hätten warten müssen, bissen wir in den sauren Apfel des Aufpreises und sind mit einem Speedboot vom Big Buddha Beach auf Koh Samui nach Haad Rin übergesetzt – bzw. geflogen, denn es gab hohe Wellen, so dass wir uns verdammt gut festhalten mussten. Nach ca. 2/3 der Strecke hat es dann auch noch angefangen wie aus Kübeln zu schütten – Ergebnis: wir und unser Gepäck klitschnass! An der Anlegestelle angekommen warteten aber leider keine Taxis, sondern offene (klitschnasse) Sammeltaxis, bei denen man hinten quasi auf der Ladefläche auf kleinen Bänken sitzt. Dann hieß es Gepäck gut festhalten, denn bei den steilen Hügeln wäre sonst alles hinten rausgefallen. Zum Glück waren wir bereits nach wenigen Minuten in unserem Hotel Sarikantang angekommen – ein schönes, kleines Resort an einer wundervollen, ruhigen Bucht mit Palmen, Hängematten und weißem Pudersand. Das Spa war direkt am Strand, so dass es erstmal eine schöne Fußmassage bei echtem Meeresrauschen gab.

Nur einen kleinen Fußweg von unserem Resort entfernt, tobte aber das Leben – Haad Rin ist der Hauptort auf Koh Phangan und bekannt für seine legendären Full Moon Partys, bei denen zu Spitzenzeiten bis zu 40.000 Leute in Neonfarben mit ihren persönlichen Buckets (Trink-Eimer samt Strohhalmen) am Strand feiern. Aber auch wenn kein Vollmond ist, gibt es noch die Half Moon, Black Moon, Pool und Jungle Partys. 😉 Es ist also immer gut was los. Wie am Ballermann muss man sich das aber nicht vorstellen, zumindest unser Eindruck war, dass das Publikum zwar jung ist (wir lagen so ziemlich im Durschnitt und bezeichnen uns jetzt einfach mal als jung ;)), aber durchaus gebildet und sympathisch. Und so waren auch wir an unserem ersten Abend am Strand, haben die Feuershows bewundert und die geniale Stimmung an der Cactus Bar genossen. Am zweiten Abend hätten wir das nur zu gerne wiederholt, nur leider hat uns der Wettergott einen Strich durch die Rechnung gemacht, in dem es abermals monsunartig geregnet hat (warm wars natürlich trotzdem).

Am Montag gings dann mit der Fähre wieder zurück nach Koh Samui, wo wir an einer nördlichen Bucht (Bo Phut) im wundervollen Bandara Beach Resort wohnen. Der Sand hier ist etwas grobkörniger und nicht ganz so weiß, vor allem sind aber rechts und links weitere Anlagen, so dass es am Strand mitunter schon ziemlich voll werden kann. Chillig auf einer Art Sitz/Liegesack 2m vom Meer entfernt lässt sich es hier aber sehr gut aushalten. Am Strand gibt es neben den fliegenden Händlern auch kleine Garküchen und so gibts für wenig Geld Maiskolben, frische Mangos und Hähnchenspieße. Abends geht man ins Fishermen’s Village zu einem der zahlreichen Restaurants und Bars und genießt den Ausblick aufs erleuchtete Koh Phangan, das man von hier wunderbar sehen kann. Das Preisniveau hier entspricht ungefähr dem dreifachen, von den anderen Orten, an denen wir bisher waren. Koh Samui ist schon ein teurer Fleckchen Erde (ungefähr Preisniveau von Deutschland).

Mit einem kleinen Zwangsausflug ins Krankenhaus (Arztpraxen gibt es hier nicht) mussten wir leider auch erstmalig unsere Auslandskrankenversicherung in Anspruch nehmen. Mein (Steffi) Stich/Biss, den ich beim Elefantenreiten durch eine Zecke/rote Ameise oder was auch immer erhalten habe, hat sich total entündet und um den Einstich einen fetten roten Kreis gebildet. Nun gibts Antibiotikum, Anti-Histaminikum und Cortison-Salbe und zu Hause dann einen Borreliose-Test, weil man nicht zuordnen kann, was mich hier geärgert hat. Im Moment liegen wir bei Bewölkung und 30°C am Pool (gottseidank, wir haben die Sonne gestern maßlos unterschätzt und sind jetzt rot-weiß gestreift) und werden heute am späten Nachmittig noch nach Chaweng an die Westküste fahren und den angeblich wunderschönen (aber touristisch noch viel stärker erschlossenen) Strand begutachten. Morgen Mittags gehts mit dem Flieger dann nach Krabi an die Westküste, von wo wir dann über Land nach Ao Nang und über Waser mit einem Longtail Boot unser Ziel Railay West ansteuern werden.