Japan – Kyoto: Stadt der Tempel und Schreine

Die Distanz von 500km zwischen Tokyo und Kyoto hatten wir nach einer rund 2 1/2h-stündigen Zugfahrt mit dem Shinkansen hinter uns gebracht und haben hier nun ein kleines Häuschen im Uni-Viertel bezogen. Das Haus liegt in einer ruhigen Lage und ist versteckt und grenzt so eng an die Nachbarhäuser, wie man es sich für Häuser in japanischen Städten ausmalt. Die vorhandenen Fenster sind teilweise gar nicht nutzbar bzw. nur eingeschränkt, weil sie direkt an die Wand des Nachbarhauses grenzen und somit weder Licht noch Luft hindurch kommt. Auf den uns zur Verfügung stehenden 50qm lebt sonst bestimmt eine vierköpfige Familie. Das aber nur am Rande, denn schließlich sind wir in Japan um die Kulter, die Leute und die Tradition kennenzulernen. So sind wir Mittwoch losgezogen und haben uns von den den rund 1700 Tempeln und Schreinen in der Stadt den Kinkakuji Tempel (Golden Pavilion) und Ryoanji Tempel (beide UNESCO Weltkulturerbe) aus der Nähe betrachtet.

Im Anschluss ging es in das Viertel Arashiyama, dass ebenfalls unzählige Tempel bereit hält. Wir wollten jedoch den berühmten Bambus Pfad (Arashiyama Bamboo Groove) entlang laufen, der, wie der Name vielleicht schon vermuten lässt, ein von riesiegen Bambusbäumen gesäumter Weg ist. Dieser Bambuswald wurde von dem japanischen Schauspieler Okochi Denjiro (1896-1962) über einen Zeitraum von 30Jahren angelegt und als Rohstoff für verschiedene Produkte wie Körbe und Boxen benutzt. Der Wald hält nicht nur schöne Fotomotive bereit, sondern auch jede Menge Mücken (nächstes Mal Anti-Mückenspray nicht vergessen).

Japan - Kyoto 07

Den Abend ließen wir bei einer geführten Tour durch das Amüsierviertel Gion und einem anschließenden Abendessen ausklingen. Dazu in einem separaten Beitrag mehr.

Der folgende Tag begrüßte uns mit regnerischem Wetter und so entschlossen wir uns Downtown anzuschauen. Da Regen hier anscheinend nicht selten vorkommt, sind ein Großteil der Straßenzüge zum Shoppen überdacht und es ist dadurch sehr angenehm an den vielen Geschäften, Läden und kleinen Verkaufständen zu schlendern und sich immer wieder an den Kopf zu fassen und zu begreifen, dass man so rein GAR NICHTS lesen kann. Das ist besonders auf dem Lebensmittelmarkt (Nishiki Food Market) ärgerlich, denn es gibt da so vieles, was man nicht kennt, so vieles, was skuril aussieht und ohne lesbare Beschreibung noch viel viel skuriler vorkommt. Kleine Kostprobe gefällig:

Da wir aber nicht den ganzen Tag dort verbringen wollten, sind noch zum Yasaka Shrine und Chion-in Tempel gelaufen. Der letzgenannte verfügt über ein sehr imposantes Eingangstor.

Japan - Kyoto 08

Über das Highlight des Tages berichtet Steffi im Beitrag über Geishas.