Japan – Hiroshima: 70 Jahre danach

Wie im vorherigen Beitrag zu lesen, verweilen wir zur Zeit in Hiroshima und wie des Weiteren bekannt sein dürfte, wurde über diese Stadt vor rund 70 Jahren, am 6. August 1945, die erste A-Bombe über bewohntes Gebiet auf Menschen abgeworfen. Durch die Explosionskraft wurde die damalige Innenstadt, die vorwiegend aus Holzhäusern bestand, auf einen Schlag fast vollständig zerstört. Die Innenstadt Hiroshimas wurde wieder aufgebaut und nur die zentrale Insel im Fluss Ōta, die unweit des Explosionszentrum liegt, wurde als Friedenspark (Peace Memorial Park) erhalten. Auf dem Gelände befinden sich auch das Friedensmuseum (Hiroshima Peace Memorial Museum) und eine Reihe von Gedenkstätten, darunter eine Flamme, die erlöschen soll, wenn die letzte Atombombe auf der Welt vernichtet worden ist. Ebenso erinnert ein Friedensdenkmal an die Opfer und ermahnt zukünftige Generationen, dass so etwas schrecklickes nie wieder passieren darf. Als Zeitzeuge wurde die Ruine der Industrie- und Handelskammer, die heute als A-Bomben-Dom bezeichnet wird, erhalten. Der Besuch im 1970 eröffneten Museum, welches zur Zeit umfangreich saniert wird und dadurch nicht alle Bereiche betretbar sind (wird voraussichtlich 2018 wieder komplett begehbar sein), führt einem dennoch schonungslos die direkten und indirekten Auswirkungen und (Spät-)Folgen der Explosion vor Augen und lässt einem wirklich das Blut in den Adern gefrieren, wenn man die Exponate, Bilder und Beschreibungen liest. Und es erging nicht nur uns so, denn im Museum war es mucksmäuschenstill…ein wirklich ergreifender und lohnenswerter Besuch.

Hiroshima selbst ist heute eine moderne Stadt und außer dem Park erinnert hier nichts mehr an die Zeit vor 70 Jahren. Es gibt Tempel, eine alte Burg, schön angelegte Parks, Shopping Malls, Restaurants und viele freundliche Japaner.