Japan – Hiroshima: Insel Miyajima

Nach unser Weiterfahrt von Kyoto nach Hiroshima am Montag haben wir gestern einen Ausflug zur Insel Miyajima mit dem sehr bekannten Schrein Itsukushima und dem dazugehörigen im Wasser stehenden roten hölzernen Torii, welches das Größte Japans ist. Die rund 30km² große Schrein-Insel, wie Miyajima übersetzt heißt, gehört seit 1996 zum UNESCO Weltkulturerbe und liegt in der Bucht von Hiroshima. Eine rund 40minütige Bootsfahrt (Abfahrt direkt nebem dem A-Bomben-Dom) führt enflang des Flusses Motayasu hinaus Richtung Bucht und schließlich zur wunderschönen Insel (Alternativ kann man auch die Bahn – 30min – und eine Fähre – 8min – nehmen). Neben den vielen Touristen aus aller Herren Ländern tummelt sich zwischen ihnen auch Damwild und frisst den Touristen buchstäblich aus der Hand. Mit zielgerichtem Blick und frecher Schnauze wird in den Taschen der Touristen nach jedem, und sei er noch so klein, Papierschnipsel oder sonstig Essbares geschnüffelt und sofort verzehrt. Das führt dann leider dazu, dass Touristen vor Angst erstarren, wenn ein Reh rotzfrech in ihrem Beutel nach essbarem sucht, statt es zu verscheuen oder den Beutel einfach zu zumachen und das Reh dann auf einer kleinen Papprolle mit einer dünnen Alufolienschicht rumkaut. Und du weißt schon, dass das nicht gesund sein kann. Die Rehe haben einfach gelernt, wie es funktioniert und deshalb spazieren sie auch ohne jede Scheu durch die Touristenmenge oder liegen gechillt herum. Diese Szenerie wirkt schon sehr skuril und dann stelle man sich Rehe noch am Strand bzw. Meer vor, denn die Hauptattraktion, der Itsukushima Schrein mit dem Torii, liegen an einer wunderschönen Bucht. Sprich „wildlebendes Damwild“ haben wir nun wirklich noch nicht vor einer Strandkulisse gesehen.

Nachdem Besuch der Schreins, der komplett auf Pfählen in der Bucht steht und damit bei Flut über dem Wasser zu schweben scheint, sind wir ein Stück den Berg hinauf zur Talstation einer Seilbahn gelaufen, die uns knapp unterhalb des naheliegenden Berg Mt. Misen gebracht hat. Von der Bergstation hatte man schon ein sehr schönen Blick auf die umliegenden Inseln in der Hiroshima Bucht. Nach einer rund 30min Wanderung auf den Mt. Misen wurde man von einem grandiosen 360Grad Panorama von der Aussichtsplatform belohnt.

Japan - Hiroshima 08

Ein wirklich schöner Ausflug ging dann Abends mit einem Besuch im japanisches Restaurant zu Ende. Wir haben einfach Mal wild von der Karte bestellt :-). Und ein Art Boulette mit Stäbchen zu teilen ist zwar bestimmt nicht ganz so Japan-like, aber eine neue Erfahrung: