Einzug in ein neues Leben

Einzug in ein neues Leben

Die letzten Monate haben wir unseren Bau-Blog sträflich vernachlässigt – der Grund dafür hat zwei riesengroße Kulleraugen, das süßeste zahnlose Lächeln auf der Welt und wird uns in einigen Monaten Mama und Papa nennen: Wir sind Eltern geworden und das quasi zeitgleich mit der Endabnahme unseres Hauses und dem bevorstehenden Umzug. Das Timing hätte durchaus besser sein können, aber that’s life und beschweren wollen uns darüber nicht. Und wie sich alle Eltern vorstellen können, ist so ein Umzug mit einem kleinen drei Wochen altem Würmchen nicht ganz so easy, schon gar nicht als „nicht-routinierte“ Erst-Eltern und für alle (noch) Kinderlosen: Es ist noch anstrengender als man es sich vorstellt. 😉 Nichtsdestotrotz sind wir Anfang Oktober ins neue Heim gezogen und haben versucht neben Windelnwechseln, Baby herumtragen und Kinderwagenspazierfahrten (mensch…wirklich eine schöne Umgebung hier!), das Umzugschaos zu beseitigen. Und Anfang Januar haben wir doch tatsächlich die letzte Kiste ausgepackt.

Jetzt aber der Reihe nach: Ein Großteil der Mängel aus der Vorabnahme wurde zur Endabnahme beseitigt, nicht alles, aber diese Dinge wanderten dann ins Übergabeprotokoll und wurden in den darauffolgenden Wochen behoben, z.B. fehlende Fußabschlussleisten unter den Terrassentüren, klemmende Terrassentür, kein Fließensockel in der Diele, Handlauf der Treppe fehlte noch. Alles nicht wild und unproblematisch. Was nicht „okay“ war, waren die Wände – und hier waren wir echt von NCC/Bonava enttäuscht. Wir hatten die Malerleistung ja komplett herausrechnen lassen, weil wir Malervlies im ganzen Haus haben wollten und NCC/Bonava dafür echt hohe Summen haben wollte und somit sollte NCC/Bonava alle Wände auf Q2 vorbereiten. Wir hatten dann mit der externen Malerfirma ausgemacht, dass die Wände, bei denen doch noch Unebenheiten bestünden oder die stark im Zentrum sind wie beispielsweise im Wohnzimmer, einen extra Verspachtelung auf Q3 erfolgt. Nun stellte sich bei den Malerarbeiten nach Übergabe aber heraus, dass die Wände teilweise wirklich in einem sehr schlechten Q2 waren, gerade im Bereich der Treppe (unzugängliche Stellen), und somit musste die Malerfirma extrem viel nacharbeiten. Natürlich haben wir das bei NCC/Bonava reklamiert, da wurde uns aber recht unfreundlich und bestimmt mitgeteilt, dass das Haus abgenommen sei und diese Aufgaben sonst ja bei ihnen auch der Maler übernommen hätte und das hatten wir ja rausgerechnet. Wie mit der Henne und dem Ei stellt sich hier dann die Frage: Wer ist für die Beschaffenheit der Rohbauwände zuständig? Maler oder Trockenbauer? Und Q2 kann anscheinend auch sehr unterschiedlich ausgelegt werden. Wir ärgerten uns also und zahlen noch mehr Geld an die Malerfirma. Im Nachhinein hätten wir es dann doch lieber alles als Komplettpaket von NCC/Bonava gehabt, das hätte uns zwar ein bisschen mehr gekostet, aber auch unsere Nerven geschont (die zu dem Zeitpunkt dank schlafloser Nächte eh schon bis zum Zerreißen gespannt waren).

Nachdem der Maler das Haus in zwei Wochen verschönert hatte, fehlte noch das Laminat im 1. und 2. OG – auch das hatten wir rausrechnen lassen. Im 2. OG haben wir mit Freunden und Familie selbst Hand angelegt und im 1. OG einen Handwerker engagiert. Das waren uns dann doch zu viele Ecken und Kanten dort ;). Das Resultat lässt sich sehen, wir sind super zufrieden mit der Auswahl und der Verlegung unserer Bodenbeläge. Weniger mit den Wänden, denn durch die Fußleisten sieht man an einigen Stellen ziemlich gut, dass die Wände nicht ganz gerade sind. Das bestätigen auch einige abstehende Bilder und Leinwände im Haus, die wir jetzt nach und nach aufgehangen haben. Aber naja…

Kurz vorm Einzug wurde dann in zwei Tagen auch unsere schöne Küche aufgebaut und in real ist sie noch schöner als auf Papier bzw. im Computerprogramm des Küchenbauers. Hach, wirklich toll. Durch die offene Küche hat man echt ein ganz anderes Wohn- und Kochgefühl. In unserer alten Wohnung war die Küche am „anderen Ende“ und der Koch dann immer abgeschieden und alleine. Jetzt ist es echt toll und kommunikativ. Auch wirkt die Küche trotz U-Form recht breit. Wir hatten vorher etwas Sorge, ob es zwischendrin zu eng ist, aber dem ist in keinsterweise so, es ist alles sehr luftig und geräumig und die Küche wirkt trotz der nur 8m² nicht wuchtig oder gedrungen.

Nachdem auch einige neue Möbel vor uns ins Haus eingezogen sind, kam der große Tag und auch wir verbrachten zu dritt die ersten Nacht in den eigenen vier Wänden. Das ist nun sechs Monate her und obwohl wir echt schon viel geschafft haben, ist die To Do Liste immer noch laaaaang. Es ist halt auch schöner und wichtiger unseren kleinen Sonnenschein zum Lachen zu bringen, als Gardinen aufzuhängen, Rollläden mit Motoren auszustatten oder Regale anzubringen. Mittlerweile haben wir uns der Begrünung des Gartens gewidmet: Mutterboden ist geliefert und verleilt worden, Rasen bestellt, Pflanzen und Bäume geplant, Gartentor für den Stellplatz beauftragt (der Rest des Zauns steht schon, aber Schiebtore bzw. elektrische Tore sind ja echt mal kein Schnäppchen), Terrassentrennwände gekauft, Gartenhäuschen samt Fundament sind für den Aufbau bereit und der Grill wartet sehnsüchtig auf den ersten Einsatz. Es ist einfach nur toll im Haus zu wohnen und frei dem Motto: „Man ist nie fertig“…wird es die nächsten Wochen und Monaten und Jahren immer etwas zu tun geben! Und irgendwie ist das ja auch gut so. 🙂

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