Die langersehnte Vorabnahme

Die langersehnte Vorabnahme

Vor ein paar Tagen hatten wir nun endlich die langersehnte Vorabnahme von unserem Haus. Es wurde auch langsam Zeit, schließlich muss uns NCC/Bonava die Schlüssel bis Ende August vertraglich übergeben haben.

Wir dachten ehrlich gesagt, dass bis zur Vorabnahme alles fertig ist und dann in den darauffolgenden Tagen bis zur Endabnahme nur noch die Mängel ausgebessert werden. Dem war leider nicht so bzw. will ich hoffen, dass keiner seitens NCC/Bonava dachte, dass es wirklich fertig ist. 😉 Um es vorweg zu nehmen…Resultat der rund 1,5h Begehung samt Projektleiter, Bauleiter und Polier war eine A4-Seite mit Mängeln, die größtenteils zum Glück schnell und einfach behoben werden können und die eigentlich nur aufgeführt werden mussten, weil die Arbeiten einfach nicht vollständig beendet wurden. So gibt es z.B. in fast jedem Raum min. eine Wand, die nicht gespachtelt wurde, an der Treppe fehlt teilweise das Geländer und überall auf dem Estrich kleben Putzreste, der muss folglich auch noch sauber abgetragen werden – warum diese Arbeiten nicht schon mal vor der Vorabnahme erfolgt sind, erschließt sich uns nicht. Im Heizungsraum fehlten z.B. Dämmungen der Rohrleitung mit zum Wasserspeicher und Anschlüsse der Solarpanels waren noch unvollständig und auch im Stromverteiler muss noch fast die gesamte Elektrik verdrahtet werden.

Begonnen hat unser Rundgang draußen mit einigen Farbproblemen an der Außenfassade. Die meisten können schnell behoben werden, jedoch über der Eingangstür gibt es allerdings eine gravierende Farbveränderung, die vermutlich durch den nachträglichen Einbau des Außenluftdurchlasses entstanden ist. Sobald man das einmal gesehen hat, fällt es einem jedesmal wieder sofort ins Auge. NCC/Bonava versucht hier eine Lösung zu finden – wir sind gespannt, wie diese aussieht. Ansonsten fehlten noch Kleinigkeiten wie die Außensteckdose. Der Landschaftsbauer war gerade dabei unsere Terrasse und unseren Stellplatz herzurichten, so dass wir endlich ein halbwegs realistisches Raum- bzw. Gartengrößengefühl bekamen. Für die Terrasse sind wir kurzfristig vom NCC/Bonava-Standard abgewichen und haben uns etwas richtig Schönes und Großes gegönnt: schöne graue Terrassenplatten in Schieferoptik anstatt der NCC/Bonava-Standardsteine und eine Vergrößerung der Terrasse. Von ursprünglich 4x3m auf 5x4m…damit wir quasi fast die gesamte Hausbreite auch nutzen können und keinen Raum verschenken. Gedanklich waren wir schon beim ersten Grillabend im nächsten Jahr angekommen. 😉

Im Haus angekommen, gab es dann die Führung durch die einzelnen Räume samt Erfassung der Mängel. Den größten fanden wir überraschender Weise im Bad vor. Hier hatten wir extra 10 Tage vorher schon mal nach dem Rechten geschaut, um bei der Vorabnahme keine böse Überraschung zu erleben – zu dem Zeitpunkt fehlten aber noch die geplanten Fliesen über der Tür (wurden vergessen). Als wir jetzt unser schönes Bad betraten (die Sanitärobjekte waren endlich drin und gefielen uns super) waren zwar die fehlenden Fliesen über der Tür angebracht, aber leider so, dass selbst jeder Laie damit nicht zufrieden gewesen wäre: Es gab ein Gefälle von ca. 1cm, das auf zwei Wandfliesen verteilt wurde. Der Fliesenleger hatte anscheinend im ganzen Bad nicht so ganz genau gearbeitet, nur fiel das dem menschlichen Auge nicht auf, wenn die linke Wand und die rechte Wand, die zu dem früheren Zeitpunkt nicht durch eine Fliesenlinie verbunden waren, ca. 1cm Höhenunterschied hatten. Nun, da die Verbindung beider Wände durch die Fliesen über der Tür erfolgt ist, sieht man natürlich sofort wie schief das wirkt. Zudem hat der Fliesenleger durch die Fugengröße sich auch keinerlei Mühe gemacht sein Scheitern zu verbergen. Jetzt muss er bzw. vermutlich sein Chef nochmal ran und es wird versucht das Gefälle nun über mehrere Fliesen auzugleichen, damit man es einfach nicht mehr mit dem Auge wahrnimmt.

Unten im EG angekommen, freuten wir uns wahnsinnig über unser schönes Vinyl-Laminat. Hier hatten wir nämlich eigentlich damit gerechnet Mängel zu finden, da NCC/Bonava in den Musterhäusern jetzt nicht unbedingt die sauberste Verlegetechnik gezeigt hatte – aber es sah super aus, sowohl von der Verlegung als auch von der Farboptik (die man ja vorher mit einem Musterstreifen nicht immer ganz so gut auf einen ganzen Raum abschätzen kann). Dies ist der einzige Boden, bei dem wir uns entschieden hatten, ihn über NCC/Bonava verlegen zu lassen, da er geklebt werden musste und uns das zu aufwändig war. Die Abschlussleisten montieren wir dann aber selbst, da ja noch gemalert werden muss (externer Maler). Unsere schöne Treppen hat uns ebenfalls total verzückt. Sowohl der Holzton passt super und beißt sich nicht mit dem Wohnzimmerfußboden, wie wir es schon oft gesehen haben, als auch die ganze Konstruktion (L-Wand unten, oben anderes Treppenmodul als Standard), die uns vor einigen Monaten ja reichlich Nerven gekostet hat, sieht toll aus und ist damit jeden Euro wert.

Und so verließen wir unser Häuschen mit einem guten Gefühl und freuen uns in nun mehr fünf Tagen endlich die Schlüssel bei der Endabnahme zu bekommen. Danach gehts dann mit Malern und Fußbödenarbeiten weiter.

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